Review zu: Shades of Milk and Honey von Mary Robinette Kowal

Guten Sonntag Morgen!

Wie versprochen hier das Review zu:

Shades of Milk and Honey von Mary Robinette Kowal (zu Deutsch: „Im Schatten von Milch und Honig“) und Teil 1 der „Glamourist Histories“ Reihe.

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Meine Version: Taschenbuch mit 262 Seiten.

Erschienen 3. Oktober 2013 bei Corsair (Erstveröffentlichung: July 26th 2010)

Zusammenfassung von Goodreads (übersetzt):

Shades of Milk and Honey ist ein intimes Portrait von Jane Ellsworth, eine Frau, die ihrer Zeit vorraus ist, in einer Welt, in der die Manipulation von Glamour (Anm.: Eine Art Magie, die Äußeres verändert) als erforderliche Fähigkeit für die Lady von Qualität angesehen wird. Aber abgesehen von der Verbreitung dieser Magie im täglichen Leben sind die anderen Aspekte der Dorchester Gesellschaft nicht sehr unterschiedlich: Jane’s und ihre Schwester Melody’s Leben drehen sich um das Konkurrieren der Aufmerksamkeit von begehrten Männern.

Jane sträubt sicht gegen dieses Schicksal, und gerechtfertigt: Während ihre Fähigkeiten mit Glamour außergewöhnlich sind, ist es ihre Schwester, die wunderschön, ist diejenige, die die größte Aufmerksamkeit gewinnt. Im reifen Alter von achtunzwanzig Jahren hat Jane sich für immer als unsichtbar aufgegeben. Aber wenn die Ehre ihrer Familie gefährdet ist, entdeckt sie, dass sie ihre Fähigkeiten bis zum Limit treiben muss, um die Dinge wieder gerade zu biegen – und wandert dabei in ihre eigene Liebesgeschichte.

Dieses Erstlingswerk von einem preisgekrönten Talent trifft einen literarischen Nerv, von dem du nie wusstest, dass du ihn hast. Als würde man zu einem geheimen Picknick von Stolz & Vorurteil und Jonathan Strange & Mr. Norrel wandern, ist Shades of Milk and Honey genau die Art von Geschichte, die wir von Jane Austen erwartet hätten, wäre sie ein Fantasy Autor gewesen.

Mein Review:

„Jane Austen mit Magie“, war die kurze Beschreibung, die meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Schuld daran ist allein Samantha von thoughtsontomes, die in einem Video von dem Buch sprach.

Da ich einen riesen Jane Austen Fan bin, konnte ich nicht anders, als es mir sofort zu bestellen. Und das Cover ist einfach wunderschön, nicht wahr?

Ich mochte das Buch wirklich sehr! Das System der Magie war wirklich sehr interessant und erfrischend, auch wenn ich am Anfang verwirrt war, wie genau es von Statten geht und was der „ether“ ist. Aber das kann daran liegen, dass Englisch nicht meine Muttersprache ist und der Aspekt von „Glamour“ als Magie im deutschprachigen Raum nicht so verbreitet ist, wie im englischen. Als ich es dann verstanden hatte, war ich total begeistert. Die Idee, dass die Menschen Licht, Klang und andere äußerliche Dinge manipulieren können (ähnlich wie in The Lunar Chronicles, übrigens) ist außergewöhnlich und die Möglichkeiten schier unendlich! Im Buch sieht man, wie sie ganze Räume zu Wäldern ummodelieren. Ich bin gespannt diese Idee in den weiteren Büchern vertieft zu sehen.

Was die Charaktere angeht merkt man schnell, dass Jane eine Mischung aus Elizabeth Bennet, Anne Elliot und Eleanor Dashwood ist, was die Autorin allerdings auch offen zugibt. Sie hat gesagt, dass sie die Charaktere von Jane Austen geborgt und verändert hat, was es in meinen Augen in Ordnung bringt. Man merkt die starken Parallelen allerdings schon sehr oft! Trotzdem waren sie erfrischend genug um eigene Charaktere zu sein.

Was mich komplett verwirrt hat und was ich sehr seltsam fand war, dass SPOILER!

Mr. Dunkirk zugibt den Ehemann von Beth getötet zu haben und Jane irgendwie komplett ruhig bleibt. Ich bin ziemlich sicher, dass wenn in Jane Austen Zeiten, ein Gentleman einen Mann umgebracht hätte, selbst wenn es jemand wie Wickham wäre, dass nicht einfach so abgetan werden würde. Ein Mord ist immernoch ein Mord. Das erschien mir doch als sehr surreal und ich bin mir sicher, dass alle Charaktere, auf denen Jane aufgebaut war komplett schockiert gewesen wären und Mr. Dunkirk sonst-was erzählt hätten. Jedoch schien ihre Liebe für ihn sich nicht daran zu stören…Na ja, was sich die Autorin dabei gedacht hat. Man weiß es nicht.

Ich mochte jede einzelne Szene zwischen Vincent (Der Name macht ihn zu meinem sofortigen Liebling!) und Jane. Ich mochte wie ihre Beziehung sich entwickelte und sie miteinander redeten und dass Mr. Vincent relativ schnell erkannte, dass Jane ihm in Nichts nachsteht. Was ich sehr schade fand war, dass es nicht gezeigt wurde, wie sich Jane langsam in ihn verliebt. Plötzlich hieß es „Der Mann in den ich verliebt war, auch wenn ich es nicht bemerkt hatte“ und das war alles. Das war für mich etwas sehr übereilt und ich hätte mir gewünscht, dass es ein-zwei Szenen gegeben hätte, wo es klarer wurde.

Über das Ende war ich etwas verwirrt, da es so Abschließend klang, obwohl es nochmehr Bücher gibt, in denen Jane und Vincent vorkommen.

Alles in allem war das Buch sehr unterhaltsam und wenn ihr Jane Austen und Fantasy mögt ein Must-have! Der Schreibstil kommt dem von Jane Austen natürlich nicht nach, aber er ist auch nicht schlecht, sondern solide und die Autorin ist der Sprache sehr gerecht geworden.

Meine Bewertung:

stern sternsternsternstern2

Schönes Rest-Wochenende!

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